[Pressemitteilung] zur NRW-Wahl

Das autonome Referat für finanziell und kulturell benachteiligte Studierende des AStA´s der Uni Münster vertritt die Interessen von studierenden  Arbeiter*innen|kindern sprich Bildungsaufsteiger*innen innerhalb der Hochschule sowie gegenüber der Gesellschaft. In dieser Funktion haben wir die Antworten der Parteien, auf die vom LAT-NRW aufgestellten Wahlprüfsteine, auf Herz und Nieren geprüft. 

Dabei mussten wir festgestellten das die CDU, als sogenannte Volkspartei, viel über Vergleiche spricht, aber es nicht geschafft hat die Vorgaben der Wahlprüfsteine, die ja im Grunde eine Vergleichbarkeit herstellen sollen, einzuhalten. Außerdem hat Sie sich nicht klar für oder gegen Studiengebühren geäußert und den Themenblock BAföG gleich ganz unter den Tisch fallen lassen. Gute Politik gegenüber Studierenden sieht anders aus.

Studiengebühren treffen Arbeiter*innenkinder viel härter als Studierende aus Familien der Gut-Bürgerlichen-Schicht mit akademischer Tradition. Studiengebühren sind auch ein Faktor, weshalb Studierende, meist finanziell und kulturell benachteiligte, ihr Studium unterbrechen, abrechen oder gar nicht erst aufnehmen.  Von daher raten wir in jedem Fall von der Wahl einer Partei, die Studiengebühren einführen möchte, ab.

Außerdem sprechen wir uns vehement gegen eine hauptsächliche Studienfinanzierung durch verzinste Studienkredite aus. So würde ein Studierender der jetzt bereits 600€ BAföG erhält, wovon 300€ ein Zuschuss und 300€ ein zinsloses Darlehen sind, bei dem gleichen Betrag dann zusätzlich Zinsen zahlen müssen. Selbst durch die aktuelle Regelung werden viele Arbeiter*innenkinder von einem Studium abgeschreckt, weil sie und ihre Familien eine hohe Verschuldung fürchten. 

Wir befürworten die Angleichung des BAföG, an den lokalen Mietspiegel, denn von der jetzigen Wohnpauschale können sich Studierende gerade hier in Münster nur schwer eine Unterkunft leisten. Weiterhin befürworten wir die sofortige Erhöhung des BAföG um 10% sowie die Umwandlung des BAföG in einen Vollzuschuss. Auch eine kontinuierliche Anpassung an die realen Lebenshaltungskosten halten wir für sehr wichtig.

Über den Ausbau von günstigen und Campusnahen Studierendenwohnheimen und die generelle Erhöhung der Gelder für die Jeweiligen Studierendenwerke wurden unserer Meinung nach, kaum überzeugende Konzepte und Vorschläge gemacht. 

Nachdem wir oben auf verschiede Ansätze und Ideen hingewiesen haben, die in den Wahlprüfsteinen des LAT-NRW nachzulesen und den jeweiligen Parteien zuzuordnen sind,  fordern wir nun alle studierenden Arbeiter*innenkinder an Hochschulen in NRW und alle Arbeiter*innen in NRW, die selber, und/oder deren Kinder ein Hochschulstudium anstreben auf, gegen Studiengebühren und im Sinne einer sicheren und ausreichenden Studienfinanzierung abzustimmen.

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