Vortrag und Diskussion:
Unentdeckte Talente –
Herausforderung und Chance zugleich

Liebe Studierende und Interressierte,

in dem, im Anschluss beschriebenen, Vortrag fangen wir im zuge
unserer Vortragsreihe “Hochschule für alle oder Elitenbildung”
mit einem ganz praktisch orientierten Vortrag an der jede menge
Gesprächsstoff bietet, aber seht selbst und kommt vorbei!

Wann:  Do. 23.10. um 19 Uhr

Wo: H.2 Schlossplatz 46

Referent: Suat Yilmaz, Dipl.-Soz.-Wiss

Entscheidet die Herkunft über die Chancen im Bildungssystem
in Deutschland?

Suat Yilmaz ist der erste Talentscout einer deutschen Hochschule
und bahnt auch solchen Jugendlichen einen Weg zum Studium,
denen der Rat in der Familie fehlt. Im Auftrag der Westfälischen
Hochschule geht er an Schulen im nördlichen Ruhrgebiet und hält
Ausschau nach jungen Leuten. Vor allem nach solchen, die das Zeug
für ein Studium haben, aber von allein nicht unbedingt auf die Idee
kommen, zu studieren. Er macht Mut, motiviert und rückt auch
schon mal Köpfe zurecht. Hinweise auf Talente bekommt er von
den Lehrern vor Ort. Denn eines der wichtigsten Erfolgsfaktoren
der Talentförderung der Westfälischen Hochschule ist die enge und
auf Augenhöhe stattfindende Zusammenarbeit von Schulen und Hochschule.

Die Ergebnisse der kürzlich veröffentlichten 20. Sozialerhebung des
Deutschen Studentenwerks haben einmal mehr deutlich gemacht,
dass die Teilhabe an akademischen Bildungsgängen stark von der
Bildungsbiografie der Eltern abhängt.
Häufig mangelt es nicht den Talenten an Leistungsfähigkeit und
Leistungsbereitschaft für einen erfolgreichen Studienabschluss,
sondern den Hochschulen an Konzepten, Kompetenzen und
Ressourcen für eine professionelle Talentförderung.

Als bundesweit erste Hochschule hat die WHS eine Talentförderung
jenseits von Projektförderungen etabliert, die die Qualität der
Zusammenarbeit mit den Schulen der Standortregionen auf ein
neues Niveau hebt und eine Basis bildet, um Übergangsbarrieren
zwischen Schule und Hochschule gerade bei Jugendlichen aus
Nicht-Akademikerfamilien gemeinsam und „auf Augenhöhe“
anzugehen.

Nur wenn es gelingt, Talente zukünftig unabhängig von Geschlecht,
Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion sowie
Bildungsbiographie und Einkommen der Eltern zur Entfaltung zu
bringen, gibt es eine echte Chance auf positive wirtschaftliche
und gesellschaftliche Entwicklungen.

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