[Veranstaltung 18.06] Recht auf Trauer. Bestattungen aus machtkritischer Perspektive

Wann?     Mo 18.06.18

Uhrzeit?    16:00 Uhr

Wo?          Kulturkneipe f24

Was?        Buchvorstellung & Gespräch

Wer ist betrauerbar? Wer wird erinnert? – Francis Seeck geht in dem Buch „Recht auf Trauer“ der Frage nach, welche Folgen Klassismus auf die Bestattungspraxis in Deutschland hat. Aktuell werden immer mehr Menschen in Deutschland, für die keine Angehörigen die Bestattungspflicht wahrnehmen (können), ohne Grabstein und Namen, ohne Trauerfeiern und Blumenschmuck von Gesundheits- und Ordnungsämtern bestattet. Teilweise, wie z.B. in dem Berliner Bezirk Neukölln, finden diese als Sammelbeerdigung im Minutentakt statt. Oft wurden diese Menschen schon zu Lebzeiten gesellschaftlich ausgegrenzt.

Francis Seeck zeigt in diesem Buch den Zusammenhang zwischen Klassismus, Ausgrenzung und Beerdigungspraktiken auf. Aber auch die eigene Geschichte der Autor*in hat ihren Platz. So geht es auch um Widerstand auf anonymen Friedhofswiesen, sei es durch Trauergäste, Aktivist*innen, Forscher*innen und Mitarbeiter*innen – ganz im Sinne von „Rest in protest!“.

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